Vinted 2026: Was steckt hinter dem Erfolg der Secondhand-Plattform?
Vinted 2026: So funktioniert die Secondhand-Plattform
Vinted gehört längst zu den bekanntesten Plattformen für den Kauf und Verkauf gebrauchter Artikel. Was 2008 als kleine Idee in Litauen begann, hat sich zu einem internationalen Marktplatz mit Millionen von Mitgliedern entwickelt. In Deutschland ist die Plattform inzwischen weit mehr als ein Marktplatz für gebrauchte Kleidung: Neben Mode finden sich dort unter anderem Kinderartikel, Elektronik, Sammlerstücke, Haushaltswaren und weitere Produktkategorien.
Doch wie funktioniert die Plattform eigentlich, warum ist sie so erfolgreich und was hat sich in den vergangenen Jahren verändert? Ein Blick auf Geschichte, Geschäftsmodell, Angebot und aktuelle Entwicklung zeigt, warum Secondhand bei vielen Verbrauchern einen festen Platz im Alltag bekommen hat.
Was ist Vinted und wie funktioniert die Plattform?
Vinted ist ein digitaler Consumer-to-Consumer-Marktplatz, auf dem Privatpersonen gebrauchte Artikel kaufen und verkaufen können. Das Grundprinzip ist einfach: Verkäufer stellen Produkte mit Fotos, Beschreibung, Zustand und Preis online. Interessierte Käufer können Angebote entdecken und einen Kauf über die Plattform abwickeln.
Der Schwerpunkt lag ursprünglich auf gebrauchter Kleidung. Inzwischen ist das Angebot deutlich breiter. Auf der deutschen Plattform finden sich beispielsweise Damen-, Herren- und Kindermode, Schuhe, Accessoires, Markenartikel und weitere Kategorien. Auch Produkte außerhalb der klassischen Mode spielen inzwischen eine größere Rolle.
Das Besondere am Modell ist die Verbindung vieler einzelner Verkäufer und Käufer auf einer gemeinsamen Plattform. Dadurch kann ein Kleidungsstück, das im eigenen Kleiderschrank nicht mehr gebraucht wird, einen neuen Besitzer finden.
Das Unternehmen beschreibt seine Mission selbst mit dem Ziel, Secondhand zur ersten Wahl zu machen. Die Plattform versteht sich deshalb nicht mehr ausschließlich als Mode-App, sondern als umfassender Secondhand-Marktplatz.
Vinted in Deutschland: Von Kleiderkreisel zur bekannten Marke
Die Geschichte von Vinted in Deutschland reicht bis ins Jahr 2009 zurück. Nach dem Start in Litauen expandierte das Unternehmen damals nach Deutschland. Über mehrere Jahre waren hier unter anderem die Namen Kleiderkreisel und Mamikreisel bekannt.
2020 wurden die deutschen Plattformen zusammengeführt und unter der Marke Vinted weitergeführt. Damit entstand auch in Deutschland eine einheitliche Plattform, die den internationalen Namen des Unternehmens trägt.
Diese Entwicklung war ein wichtiger Schritt für die internationale Strategie. Aus einer Plattform, die zunächst vor allem gebrauchte Kleidung vermittelte, wurde zunehmend ein größerer Marktplatz für unterschiedliche Secondhand-Produkte.
Heute unterhält die Vinted Group neben ihrem Hauptsitz in Vilnius auch Standorte unter anderem in Berlin und Hamburg. Nach Unternehmensangaben arbeiten mehr als 2.200 Menschen für die Gruppe.
Warum ist Vinted so erfolgreich?
Der Erfolg von Vinted lässt sich nicht auf einen einzigen Faktor reduzieren. Eine wichtige Rolle spielt die niedrige Einstiegshürde: Wer ungenutzte Kleidung oder andere Gegenstände besitzt, kann sie vergleichsweise unkompliziert einem großen Käuferkreis anbieten.
Gleichzeitig profitieren Käufer von einer großen Auswahl. Neben günstigen Alltagsartikeln lassen sich beispielsweise ältere Kollektionen, bestimmte Marken oder Kleidungsstücke finden, die im stationären Handel nicht mehr erhältlich sind.
Auch der Wandel des Konsumverhaltens spielt eine Rolle. Secondhand wird zunehmend nicht nur als Möglichkeit gesehen, Geld zu sparen. Für viele Menschen geht es auch darum, vorhandene Produkte länger zu nutzen und Dinge weiterzugeben, die sonst ungenutzt bleiben würden.
Das Unternehmen verweist auf Millionen von Mitgliedern und eine wachsende internationale Community. Das Angebot wurde zudem über Mode hinaus erweitert. Dazu gehören unter anderem Elektronik, Sammlerstücke und weitere Konsumgüter.
Was kann man bei Vinted kaufen und verkaufen?
Das Angebot ist inzwischen wesentlich größer als klassische Secondhand-Kleidung. Besonders präsent sind weiterhin Modeartikel für Frauen, Männer und Kinder.
Auf der deutschen Plattform gehören unter anderem Jacken, Mäntel, Tops, T-Shirts, Kleider, Pullover, Jeans, Schuhe und Activewear zu den sichtbaren Kategorien. Auch bekannte Marken sind stark vertreten.
Darüber hinaus hat das Unternehmen in den vergangenen Jahren weitere Kategorien aufgebaut. 2024 wurde beispielsweise eine Elektronikkategorie ausgebaut, in der unter anderem Kopfhörer, Lautsprecher, Fitness-Tracker und Laptops angeboten werden können.
Auch Luxusartikel sind Teil des Geschäftsmodells. Für bestimmte hochwertige Produkte bietet die Plattform einen Verifizierungsservice an, der Käufer beim Erwerb entsprechender Artikel unterstützen soll.
Damit hat sich der ursprüngliche digitale Kleiderschrank zu einem breiteren Re-Commerce-Marktplatz entwickelt.
Was hat sich bei Vinted zuletzt verändert?
Die Entwicklung von wer ist in den vergangenen Jahren deutlich dynamischer geworden. Das Unternehmen investiert nicht nur in den Marktplatz, sondern auch in eigene Zahlungs- und Logistiklösungen.
Zur Vinted Group gehören heute Vinted Marketplace, Vinted Go und Vinted Pay. Vinted Go konzentriert sich auf Versand- und Logistiklösungen, während Vinted Pay Zahlungsdienstleistungen innerhalb des Ökosystems entwickelt.
Auch die Geschäftszahlen zeigen das starke Wachstum. Für 2025 meldete das Unternehmen einen Bruttowarenwert der über den Marktplatz gehandelten Artikel von 10,8 Milliarden Euro. Das entsprach einem Anstieg von 47 Prozent gegenüber 2024. Der Konzern erzielte 2025 außerdem 1,1 Milliarden Euro Umsatz und einen Nettogewinn von 62 Millionen Euro.
Im April 2026 wurde zudem eine weitere Transaktion abgeschlossen, die das Unternehmen mit einem Eigenkapitalwert von 8 Milliarden Euro bewertete. Das ist eine Unternehmensbewertung aus einer privaten Transaktion und nicht mit einem Börsenkurs gleichzusetzen.
Ist Vinted nur für Kleidung gedacht?
Nein. Zwar bleibt Mode ein zentraler Bestandteil der Plattform, doch das Sortiment wurde deutlich erweitert.
Das Unternehmen nennt inzwischen verschiedene Bereiche außerhalb klassischer Kleidung. Dazu zählen unter anderem Elektronik, Unterhaltung, Sammlerstücke, Haushaltsartikel und Produkte für Kinder. Auch Haustierbedarf wird in den erweiterten Kategorien genannt.
Diese Entwicklung zeigt, dass sich das ursprüngliche Geschäftsmodell zunehmend zu einem allgemeinen Secondhand-Marktplatz entwickelt.
Für Käufer bedeutet das eine größere Auswahl. Verkäufer wiederum können unterschiedliche ungenutzte Gegenstände über dieselbe Plattform anbieten. Welche Kategorien und Angebote tatsächlich verfügbar sind, kann sich je nach Land und den aktuellen Plattformregeln unterscheiden.
Worauf sollten Käufer und Verkäufer bei Vinted achten?
Wie bei jedem Online-Marktplatz lohnt es sich, Angebote sorgfältig zu prüfen. Käufer sollten insbesondere Fotos, Beschreibung, Zustand und Verkäuferprofil miteinander vergleichen. Bei Marken- und Luxusartikeln ist zusätzliche Aufmerksamkeit sinnvoll.
Auch der konkrete Ablauf eines Kaufs sollte vor der Zahlung verstanden werden. Auf der deutschen Plattform werden beispielsweise Preise inklusive Käuferschutz angezeigt.
Verkäufer sollten dagegen darauf achten, Artikel möglichst genau zu beschreiben und vorhandene Gebrauchsspuren nicht zu verschweigen. Aussagekräftige Fotos können Missverständnisse vermeiden.
Grundsätzlich gilt: Die Plattform ist ein Marktplatz, auf dem Menschen miteinander handeln. Deshalb sollten Nutzer die jeweils aktuellen Plattformbedingungen, Zahlungsoptionen und Sicherheitsinformationen direkt beim Anbieter prüfen, anstatt sich ausschließlich auf ältere Ratgeber oder Beiträge in sozialen Netzwerken zu verlassen.
Vinted 2026: Wohin entwickelt sich die Plattform?
Die aktuellen Entwicklungen deuten darauf hin, dass wer seinen Schwerpunkt weiterhin auf die Ausweitung des Secondhand-Marktes legt. Das Unternehmen investiert gleichzeitig in Kategorien, Logistik und Bezahllösungen.
Für Deutschland ist der Markt besonders relevant. Das Unternehmen erklärte, 2025 gezielt in das Wachstum in Deutschland investiert zu haben und berichtete für diesen Markt von einer verbesserten Entwicklung.
Auch international wächst die Plattform weiter. 2026 wurden unter anderem neue Entwicklungen in Australien und New York bekannt gegeben. Damit wird das Secondhand-Modell über die bisherigen europäischen Kernmärkte hinaus ausgebaut.
Für Nutzer bedeutet diese Expansion vor allem eines: Die Plattform entwickelt sich weiter. Aus einem einfachen Marktplatz für gebrauchte Kleidung entsteht zunehmend ein umfassendes Ökosystem für Secondhand-Handel, Versand und Bezahlung.
Fazit: Warum Vinted für Secondhand so wichtig geworden ist
Vinted hat den Secondhand-Handel für viele Menschen einfacher und alltäglicher gemacht. Die Plattform begann mit gebrauchter Kleidung und entwickelte sich zu einem internationalen Marktplatz mit einem deutlich breiteren Angebot.
Die Geschichte zeigt dabei, wie stark sich das Unternehmen verändert hat: Vom litauischen Start-up aus dem Jahr 2008 über den deutschen Start als Kleiderkreisel bis hin zum heutigen internationalen Marktplatz.
Die aktuellen Geschäftszahlen zeigen ebenfalls eine erhebliche Größenordnung. 2025 wurden laut Unternehmen Waren im Wert von 10,8 Milliarden Euro über den Marktplatz gehandelt. Gleichzeitig wird weiter in Kategorien, Logistik und Zahlungsdienste investiert.
Wer die Plattform heute nutzt, hat es deshalb nicht mehr nur mit einer App für gebrauchte Kleidung zu tun. Sie ist Teil einer größeren Entwicklung hin zu Re-Commerce, bei dem gebrauchte Produkte länger genutzt und zwischen Verbrauchern weitergegeben werden.
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(FAQs)
Was ist Vinted?
Vinted ist ein internationaler Online-Marktplatz für den Kauf und Verkauf gebrauchter Artikel. Ursprünglich lag der Schwerpunkt auf Kleidung. Inzwischen umfasst das Angebot auch weitere Kategorien wie Elektronik, Kinderartikel, Sammlerstücke und andere Produkte.
Seit wann gibt es Vinted?
Vinted wurde 2008 in Litauen von Milda Mitkutė und Justas Janauskas gegründet. Bereits 2009 startete die Plattform in Deutschland.
Was hieß Vinted früher in Deutschland?
In Deutschland waren zuvor vor allem Kleiderkreisel und Mamikreisel bekannt. 2020 wurden die Plattformen zusammengeführt und unter dem Namen Vinted weitergeführt.
Kann man bei Vinted nur Kleidung verkaufen?
Nein. Kleidung bleibt eine wichtige Kategorie, aber das Angebot wurde erweitert. Dazu gehören unter anderem Elektronik, Sammlerstücke, Kinderartikel und weitere Konsumgüter.
Ist Vinted auch in Deutschland verfügbar?
Ja. Vinted ist bereits seit 2009 auf dem deutschen Markt aktiv und zählt Deutschland zu den wichtigen Märkten des Unternehmens.
Wie groß ist Vinted?
Das Unternehmen meldete für 2025 einen Marktplatz-Bruttowarenwert von 10,8 Milliarden Euro. Die Vinted Group beschäftigte nach eigenen Angaben mehr als 2.200 Menschen und war in mehr als 25 Märkten aktiv.
Gehört Vinted zu einem deutschen Unternehmen?
Nein. Vinted wurde in Litauen gegründet und hat seinen Hauptsitz in Vilnius. Das Unternehmen verfügt allerdings über Standorte in mehreren europäischen Ländern, darunter Deutschland.

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